Nachhaltigkeit in den Kopf gesetzt

Ein gutes und nachhaltiges Leben ist ein Leben, in dem wir unsere Bedürfnisse befriedigen können und der Erde nicht mehr entnehmen als nachwachsen kann. Damit können wir unseren Planeten als einen gesunden und intakten Ort im hier und jetzt pflegen und auch den Menschen nach uns ein gutes Leben ermöglichen.

Um ein nachhaltiges Leben zu verankern, müssen wir auch unseren Blick auf die Welt verändern und die Erde und unsere Umwelt als den kostbaren Ort sehen, der sie ist – unsere Heimat. Denn Nachhaltigkeit beginnt in unseren Köpfen.

Pflanzen für die Zukunft

Mach mit und setz dir mit unseren Kressesamen Nachhaltigkeit symbolisch in den Kopf. Du brauchst dafür einen kleinen Topf oder Eierbecher, Kressesamen, Erde und ein Foto von dir. Beobachte die Kresse beim Wachsen und überleg dabei an jedem Tag, wie du dein Leben ein Stück nachhaltiger gestalten kannst. Lass dich dabei von unseren Fastenimpulsen inspirieren.

Bestell dir gratis Kressesamen bei der Jungschar Diözese St. Pölten: stp.jungschar@kirche.at

Text: Bernadette Fessler, Katholische Jungschar Sankt Pölten
Fotos: Katholische Jungschar Sankt Pölten
http://stp.jungschar.at/home/

Fastenbingo

Immer wieder begegnen uns im Lauf des Jahres Zeiten der Ruhe und des Nachdenkens. Zeiten, die wir dafür nutzen sollten uns auf Gott und das Wesentliche zu besinnen.

Eine solche Zeit stellen auch die 40 Fastentage dar. Die Fastenzeit ist aber ebenso Vorbereitung auf das was kommen wird: das Osterfest, die Auferstehung des Herrn.

Was bedeutet uns heute die Fastenzeit? Ist sie eine gute Gelegenheit, 40 Tage lang auf Schokolade oder Fernsehen zu verzichten?

Oder geht es doch noch um andere Dinge? Das Bewusstsein stärken, mal Innehalten, auf negative Gedanken, Stress und Müll verzichten, die Gemeinschaft und die Natur besonders genießen usw.

Wir stellen dir hier einige Ideen vor!

Hier gibt es das Fastenbingo der Katholischen Jungschar Südtirols zum Download und weitere Infos: https://www.jungschar.it/fastenzeit2021/

Barbara Fontes und Daniela Tschöll, KJS Südtirol

Digital Detox

In Zeiten von Home Office und Social Distancing komme ich von meinen digitalen Endgeräten kaum mehr weg. Meinen Arbeitstag verbringe ich momentan sowieso hauptsächlich vor dem Bildschirm oder in Videokonferenzen. Aber auch danach: Kaum klingt, piept oder summt irgendwo eine neue Nachricht habe ich mein Smartphone oder meinen Laptop schon gezückt und dann beantworte ich noch schnell diese Anfrage, rufe diese Person kurz zurück, lese dort kurz nach… und schon ist unbemerkt wieder eine halbe Ewigkeit vergangen. 

Auch meine FreundInnen sehe ich gerade nur digital, und selbst zum Workout treffen wir uns online. Kurzum: Wenn am Ende der Woche mein Handy mir die Bildschirmzeit ausspuckt, dann trifft mich immer kurz der Schlag. 

Deswegen versuche ich in dieser Fastenzeit mit „Digital Detox“ auch meine eigene Welt ein Stück zu ändern. Dazu habe ich mir selbst ein paar Regeln erstellt:

•    Zuallererst habe ich mir einen analogen Wecker zugelegt und auch meine alte Armbanduhr wieder aktiviert. 
•    Nach Feierabend werden Laptop und Diensthandy konsequent in eine Schreibtischlade verbannt.
•    Handy ist prinzipiell erlaubt, aber ich habe alle Social Media Apps für jetzt mal deinstalliert. – – Statt Kurznachrichten zu schicken, versuche ich die Leute bewusst anzurufen! (funktioniert leider nicht immer…) 
•    Bei allen meinen Spaziergängen, Einkäufen, … lasse ich mein Handy zuhause. 
•    Auch beim Essen ist das Handy woanders.
•    Ich habe meinen CD-Player wieder abgestaubt und die CDs und Hörbücher aus meiner Jugend wurden rausgekramt. Ohne Musik geht’s doch nicht… 
•    Anstelle vom abendlichen Serien-Schauen habe ich mir viele neue Bücher ausgeborgt und mein Bastelschrank wurde reaktiviert. 

Zugegebenerweise: die erste Woche war gewöhnungsbedürftig. Aber inzwischen weiß ich mein analogeres Leben sehr zu schätzen. Die Tage sind gefühlt länger und vor allem sehr viel abwechslungsreicher! Ganz ohne geht zwar nicht, und muss momentan auch gar nicht sein, aber die bewusste Verwendung von digitalen Geräten freut nicht nur den Akku meiner Geräte, sondern hat meine eigene Lebensqualität um vieles gesteigert. Ich kann es nur empfehlen!(Lächeln)

Text: Marie Mayrhofer, Katholische Jungschar Diözese Linz
Foto: Maria Rhomberg

Autofasten

Der Autoverkehr ist nach wie vor einer der größten Umweltbelaster. In der Fastenzeit den eigenen Lebensstil zu überdenken und Alternativen auszuprobieren, das ist auch das Ziel der Aktion „Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“. Dabei schützt man nicht nur die Umwelt und tut etwas für seine Gesundheit, sondern hat auch die Möglichkeit einen Urlaub und andere tolle Preise zu gewinnen. Also auf geht’s: Autoschlüssel in die Schublade stecken, Fahrrad aus dem Keller holen, abstauben, Öffiverbindungen checken und… Klima retten!

Mehr Informationen und Anmeldung unter: www.autofasten.at

Katharina Kaineder, KJS Graz-Seckau
Foto: Gerd Neuhold

Gerecht leben – Fleisch fasten

Die Aktion „Gerecht leben – Fleisch fasten“ lädt in der Fastenzeit dazu ein, Alternativen zum enorm hohen Fleischkonsum auszuprobieren. 

Wenn wir weniger Fleisch essen – dafür mit hoher Qualität und zu einem fairen Preis – kommt das allen zugute: Unserer Gesundheit, den Bäuer/innen und den Tieren, der Welternährung, dem Klima und unserer Umwelt.

Auf der Website www.fleischfasten.at gibt es wunderbare, vegetarische Rezepte zum Ausprobieren und außerdem Gastrogutscheine und Klima-Kochbücher zu gewinnen. 

Startveranstaltung am 22.2. – los geht’s! 

Wie wird unser Fleisch produziert und welche Arbeit und Strukturen stehen dahinter? Was sind uns unsere Lebensmittel eigentlich wert? Ist Regionalität nur ein Trend? Und welche Macht haben Konsument/innen?

In einem gemeinsamen Online-Gespräch diskutieren Hannes Royer, Bauer und Obmann des Vereins Land schafft Leben und Elke Traguth, Köchin und Betriebsleiterin der Gastronomie im Augustinum Graz, über Herausforderungen, Erfahrungen und spannende Fragen rund um den Wert der heimischen Lebensmittel.

Startveranstaltung zur Aktion „Gerecht leben – Fleisch fasten“ mit Hannes Royer und Elke Traguth am 22. Februar um 19:00 Uhr. Livestream per Youtube, über die Kommentare können Fragen gestellt werden. Weitere Infos und Link zur Veranstaltung

Beitrag: Katharina Kaineder, Katholische Jungschar Graz-Seckau
Foto: Welthaus Graz

1-2-3 – plastikfrei!

Ganz so schnell geht es leider nicht, aber mit den folgenden drei Schritten kannst du schon einiges an Müllreduzierung erreichen.

Foto: Markus Spiske/Unsplash

1.Trinke Leitungswasser

Leitungswasser spart nicht nur Geld, sondern vermeidet ebenso große Müllberge. Hab stets eine Trinkflasche dabei, somit vermeidest du Plastikflaschen zu kaufen und achtest nebenbei noch darauf, genügend zu trinken.

Linktipp: https://www.pureandgreen.at/trinkflaschen/

2. Kaufe bewusst ein

Kaufe bewusst, am besten mit Einkaufsliste ein. Dadurch kannst du Lebensmittelverschwendung vermeiden und deine Müllberge deutlich reduzieren. Die zwei helfenden Fragen sind:

  • Brauche ich das wirklich?
  • Wenn ja, gibt es die Möglichkeit es lose oder mit weniger Verpackung zu kaufen?

3. Trage Stofftaschen

Ein einfacher und schnell umgesetzter Schritt ist immer eine Stofftasche dabei zu haben. Dabei sparst du dir nicht nur das Sackerl an der Kassa, sondern auch beim Bäcker oder im Frischemarkt kannst du deine erworbenen Lebensmittel in deine Tasche geben, anstatt die Papiertüte zu nehmen. Die durchschnittliche Nutzungsdauer einer Plastik-Tüte liegt bei 25 Minuten. Kauf dir eine bio-faire Stofftasche oder näh sie dir selber aus alten Klamotten. So etwas passt so gut wie in jeden Rucksack und jede Tasche.

Linktipp: https://guterstoff.com/taschen/

Du hast noch keine coole Stofftasche zuhause? Schneidere dir deine ganz individuelle Stofftasche aus alten Klamotten oder bio-fairen Stoffen. Die Anleitung dazu findest du hier.

Du bist nicht so der DIY Typ? Stofftaschen gibt es schon in vielen Läden zu kaufen, achte darauf das sie bio-fair hergestellt wurde.

Noch mehr Tipps zu Müllvermeidung findest du hier.

Viola Haas, Katholische Jungschar Linz

Ein Fastenkalender

„Die Zeit ist erfüllt.“ (Mk 1,15)

… heute würden wir sagen: Die Zeit ist reif, oder es ist an der Zeit. Mit diesem Motto startet der Fastenkalender der Diözese Innsbruck auf den Weg Richtung Auferstehung. „Denk nach und orientiere dich am Evangelium“ bedeutet die Aufforderung bei der Aschenauflegung am Aschermittwoch. Denn Fasten ist nicht nur Verzicht, sondern vielmehr Gutes zu tun und sich an Jesus zu orientieren.

Die erste „Trainingseinheit“ des Fastenkalenders lautet in diesem Sinne: 

Die Fastenzeit hat begonnen. Biete diese Woche einer Person deine Hilfe an.

Der Fastenkalender der Diözese Innsbruck bietet solche „Trainingseinheiten“ für jede Woche der Fastenzeit an. Wann immer etwas gelungen ist kann zum Beispiel ein Teil des Bildes ausgemalt werden. 

Anna Hintner, Katholische Jungschar Innsbruck

Bestellung und Infos zum Fastenkalender auf der Website der Katholischen Jungschar Innsbruck und unter sekretariat.jungschar@dibk.at, Tel: 0512-2230-4661

40 Tage die Welt verändern – Fastenimpulse 2021

Am 17. Februar, am Aschermittwoch beginnt wieder die Fastenzeit. 40 Tage sind es bis Ostern – 40 Tage, die Anstöße liefern können für Veränderung – im Kleinen und im Großen.

Als Christinnen und Christen werden wir am Aschermittwoch dazu aufgerufen umzukehren und in unserem Leben das zu verändern, was uns von der Osterbotschaft wegführt. Eine Vorbereitung auf unser zentrales Fest, die Auferstehung Jesu Christi. Sterben, Tod und Auferstehung. Die damit verbundene Erlösungshoffnung soll uns durchs Jahr tragen und in allen Lebenslagen für die vielen alltäglichen Herausforderungen stärken. Mit dieser Hoffnung ist auch eine Verantwortung verbunden – einander und unserer Welt gegenüber.

Deshalb haben wir Ideen für die Fastenzeit zusammengetragen, die Anstöße liefern für Veränderung. Sie gehen der Frage nach, was wir eigentlich brauchen, um glücklich zu sein. Wie können wir, auch in dieser fordernden Zeit, unseren Mitmenschen, der Umwelt, und nicht zuletzt auch uns selbst Gutes tun? Wie können wir diese 40 Tage nutzen, um die Welt zu verändern?

Die Fastenimpulse sollen inspirieren, anregen und Lust machen auf mehr Verantwortung, einander und der Welt gegenüber. Nicht nur 40 Tage lang, sondern jeden Tag. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Die Fastenzeit kann ein solcher erster Schritt sein. 

Haare waschen mal anders: „No Poo“

Corona verändert: den Umgang mit sozialen Kontakten, mit uns selbst, unseren Gewohnheiten. Es scheint jetzt die Zeit gekommen zu sein, kreativ zu werden, uns selbst neu zu entdecken und Unbekanntes auszuprobieren. Und genau das versuche ich: Ab sofort verzichte ich auf das Waschen mit konventionellem Haarshampoo. Ein kleiner Schritt im Kampf dem Plastik, so zu sagen.

Immer wenn ich vom Einkaufen zurückkehrte und meine Produkte aus ihren Plastikmänteln befreite, nahm ich mir vor, weniger Müll zu produzieren. Irgendwo müsse ja wohl Verpackung eingespart werden können. Und so stand ich am Tag drei häuslicher Isolation unter der Dusche und sah mir meine Pflegeprodukte an. Shampoo hier, Waschlotion da, Spülung dort, alle schön eingekleidet in Plastik – ich fasste einen Entschluss. Ab sofort verzichte ich auf mein Haarshampoo, der Umwelt zuliebe. Trotzdem möchte ich meine Haare reinigen und suche aktiv nach Alternativen zu Shampoo. Rasch stieß ich auf eine bekannte Bewegung im Netz, genannt „No Poo“ (kurz für „No Shampoo“).

Gänzlich neu ist „No Poo“ nicht. Bereits vor mehreren Jahren machten Blogger*innen und YouTube Sternchen auf das Haarewaschen mit häuslichen Hilfsmitteln aufmerksam. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Formen von „No Poo“. Dazu gehört das Waschen der Haare mit natürlichen und biologisch abbaubaren Produkten wie bspw. Lavaerde, Roggenmehl, Kastanien oder Waschnüssen. Verfechter*innen von „Water Only“ reinigen ihre Kopfhaut lediglich mit Wasser, wohingegen die radikalsten Vertreter*innen der Bewegung mit „No Water/Sebum Only“ auf jegliches Waschen der Haare verzichten. Stattdessen soll der überschüssige Talg mit zahlreichen Bürstenstrichen am Tag gleichmäßig im Kopfhaar verteilt werden.

Da mir letztgenannte Formen zu extrem sind, entschied ich mich kurzerhand für die Alternative Roggenmehl. Roggen wird in Österreich angebaut, ist lokal erhältlich und muss nicht wie Lavaerde erst über die halbe Weltkugel transportiert werden. Außerdem las ich, dass eine Haarspülung mit Apfelessig (Saure Rinse) ein weiteres hervorragendes Mittel zur Pflege von Haupt und Haar sei. Bisher war mir die Verwendung von Apfelessig lediglich zur Behandlung von Kopfläusen bekannt. Seinen chemischen Eigenschaften zufolge hat Essig einen sauren ph-Wert, wirkt desinfizierend und zerstört den natürlichen Säureschutzmantel der Haut nicht. Ich war gespannt.

Tag sechs der häuslichen Isolation – ich wagte den Selbsttest. In einem Schälchen mischte ich zwei Esslöffel Roggenmehl mit etwas Wasser. Dabei verrührte ich die Zutaten so lange, bis ein dickflüssiger Brei entstand. Nun fehlten nur noch zwei gute Esslöffel Apfelessig, die ich in einen Messbecher gab und nachher in der Dusche mit ca. einem halben Liter Wasser auffüllte. Fertig war mein natürliches Shampoo und Spülung.

Das Auftragen des Roggenbreis war zugegebenermaßen eine kleine Patzerei. Ich versuchte das Gemisch, so gut es ging, auf meiner Kopfhaut zu verteilen und sanft einzumassieren. Die restlichen Haare ließ ich aus. Nun hieß es alles kurz einwirken lassen und anschließend gut auswaschen. Erstaunlicherweise klumpte das Roggenmehl nicht und ließ sich gut entfernen. So weit, so gut.

Weiter ging es mit meiner Apfelessigspülung. Ob sauer auch beim Haarewaschen lustig macht? Mittlerweile roch mein ganzes Badezimmer nach Essig, aber was soll’s, Augen zu und durch. Ich schüttete mir das Essigwasser über die Kopfhaut und spülte meine Haare anschließend mit kaltem Wasser gut aus. Dabei rümpfte ich meine Nase und hoffte inständig, dass der stechende Geruch nach dem Waschen nicht mehr zu vernehmen ist.

Zehn Minuten später war ich mit dem Waschen fertig und ließ meine Haare luftrocken. Endlich wagte ich einen ersten Blick in den Spiegel und betrachtete das Ergebnis. Meine Haare sahen tatsächlich frisch gewaschen aus, es gab keine Mehlrückstände und das besondere „Dufterlebnis“ von vorhin war tatsächlich verflogen. Ich war äußerst positiv überrascht und beschloss, meinen Versuch weiterzuführen.

Seither sind drei Wochen vergangen und ich ziehe mein Fazit: Das Zusammenmischen der Zutaten geht super einfach und schnell. In weniger als einer Minute ist das „Shampoo“ einsatzbereit. Mit dem Verteilen der Masse auf dem nassen Haar komme ich ebenso gut zurecht, lediglich der Essiggeruch macht mir noch etwas zu schaffen. Da mein Haar aber tatsächlich mehr glänzt und gesünder aussieht, entscheide ich, die Saure Rinse weiterhin zu verwenden.

Am glücklichsten bin ich aber darüber, für mich eine weitere Möglichkeit zum Umweltschutz gefunden zu haben. Jeder kleinste Schritt zählt, auch deiner!

Viel Spaß bei Nachmachen!

Karin Boscolo, DKA Innsbruck

Arbeit ist kein Kinderspiel

Weltweit müssen 73 Mio. Kinder schwer arbeiten und können auch nicht in die Schule gehen. Sie schuften unter gefährlichen Bedingungen in Bergwerken, Steinbrüchen, auf Plantagen oder in Fabriken.

Damit Kinderarbeit endlich Geschichte wird, fordert die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar ein Gesetz, das Unternehmen dazu verpflichtet, genau darauf zu achten wie und unter welchen Bedingungen die Waren entlang der Lieferkette produziert werden.

Gegen die Einhaltung der Menschenrechte – und dazu gehört das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit – kann man nicht ernsthaft sein, oder?

Aber trotzdem stieß die Idee nicht auf ungeteilte Gegenliebe seitens der Politik und der Unternehmen.

“Da, wo ich als Unternehmer persönlich Einfluss etwa auf die Produktion in meiner Fabrik im Ausland habe, fühle ich mich selbstverständlich verpflichtet, nach unseren sozialen und ökologischen Standards arbeiten zu lassen”, sagt ein bedeutender deutscher Unternehmer und Arbeitgeberfunktionär. „Aber nicht dort, wo ich das gar nicht beeinflussen kann oder noch nicht einmal überblicken kann.”

Meint er das ernst? Wenn es um die Qualität von Produkten geht, müssen Zulieferer – egal wo sie produzieren – hohe Auflagen erfüllen. Wer die gewünschten Standards nicht erfüllt, ist seinen Auftrag schnell los. Strenge Kontrollen und Sanktionen sind in Produktionsbetrieben weltweit an der Tagesordnung.

Und das Alter, die Arbeitsbedingungen und die Löhne der Mitarbeiter/innen können nicht kontrolliert werden?

#kinderarbeitstoppen

Mehr Infos zum Thema Kinderarbeit Stoppen: www.kinderarbeitstoppen.at

Christian Herret